Unsere Leistungen im Bereich FCL-Seefracht
Wir verknüpfen unsere weltweiten Transport- und Informationsnetzwerke, um mit unseren FCL-Transporten alle Kontinente abzudecken. In 36 Ländern rund um den Globus sind wir mit eigenen Niederlassungen der DACHSER Air & Sea Logistics vertreten. In Ländern ohne eigene Niederlassungen arbeiten wir zudem eng mit lokalen Partnern zusammen.
Für eine nahtlose Abwicklung Ihrer FCL-Transporte bieten wir Ihnen unterschiedliche Transportmodi:
- Door-to-Door (vom Versender bis zum Empfänger im Zielland)
- Door-to-Port (vom Versender bis zum Seehafen im Zielland)
- Port-to-Port (vom Seehafen im Ursprungsland bis zum Seehafen im Zielland)
- Port-to-Door (vom Seehafen im Ursprungsland bis zum Empfänger im Zielland)
Die Vorholung und den Nachlauf Ihrer Waren organisieren wir je nach Anforderung und nach Verfügbarkeit per Bahn, Barge oder Lkw.
Dank unseres Know-hows und einer grossen Auswahl an Spezial-Containern sind zerbrechliche, temperatursensible oder sehr wertvolle Waren in Vollcontainer-Transporten bestens gesichert:
- Container mit automatischer Überwachung von Temperatur/Luftfeuchtigkeit (z. B. für Lebensmitteltransporte)
- Temperaturgeführte Transporte, z. B. für Gefahrgut
- Projektverladungen mit Überhöhen/-breiten durch die Projektabteilung von DACHSER
- Einsatz von Schocksensoren (optional zubuchbar), um Schäden an zerbrechlichen oder stossempfindlichen Produkten zu vermeiden
Mit der DACHSER Buyers‘ Consolidation gestalten Sie Ihre Lieferkette noch effizienter und wirtschaftlicher. Dabei fassen wir Ihre LCL-Sendungen von verschiedenen Herstellern und Zuliefererbetrieben in einem zentralen Konsolidierungszentrum zusammen, verladen sie und versenden die Waren platz- und kostensparend als FCL-Seefracht an den gewünschten Bestimmungsort.
shipmentcontrol ist ein speziell für DACHSER entwickeltes, webbasiertes Tool für die Sendungsverfolgung, mit dem sich unsere Kunden jederzeit in Echtzeit über den Sendungsverlauf Ihrer FCL-Seefrachttransporte informieren können. Für ein noch komfortableres Handling ermöglicht shipmentcontrol mit nur einem Klick den Perspektivwechsel von der Distributionsebene (shipmentcontrol send) zum Tracking & Tracing für die Beschaffungsebene (shipmentcontrol collect).
Mit unserem internationalen Warehouse-Netzwerk und zahlreichen helfen wir unseren Kunden, ihre Lieferkette effizienter, sicherer und transparenter zu gestalten. Zu unseren Dienstleistungen zählen unter anderem:
- Das Vorholen von Ware zu einem DACHSER Warehouse oder Packschuppen im Hafen sowie das Beladen des Containers
- Die Ladungssicherung im Container, wenn der Container von DACHSER gepackt wird
- Verpackung und Kommissionierung von gelagerten Waren
- Seefrachtverzollung
- Das Entladen von FCL-Fracht im Hafen/Packschuppen oder im DACHSER Warehouse und Zustellung der Ware über das DACHSER European Logistics Network
- Das Entladen und Einlagern von Waren im DACHSER Warehouse
Containergrössen für FCL-Seefracht
Für Ihre FCL-Seefrachtsendungen stellen wir Ihnen alle gängigen Containergrössen sowie optionales Zubehör wie Schocksensoren oder Clip-on-Generatoren zur Verfügung. Neben Standard-Container stehen spezielle Containertypen mit extrem belastbaren Laschmöglichkeiten an den Längsträgern und Ecksäulen für den Transport von Schwergut, übergrosser Ladung und Projektladung zur Verfügung. Unsere Seefrachtexperten beraten Sie gern bei der Auswahl des passenden Containers für Ihre Waren.
Häufig gestellte Fragen zum Thema FCL-Seefracht
Was ist FCL-Seefracht?
FCL steht für „Full Container Load“, auf Deutsch: Vollcontainer oder Container-Komplettladung. FCL-Seefracht sind Container, die am Ausgangsort beladen, versiegelt und durchgängig bis zum Empfangsort transportiert werden, ohne dass zwischendurch Waren zugeladen oder entladen werden. Daher gilt der FCL-Versand als besonders sicher und bietet Unternehmen hohe Transparenz über die Lieferkette. Da Vollcontainer-Transporte pauschal pro Container bezahlt werden, gelten sie als wirtschaftlichste Transportlösung, wenn die Warensendung den Container vollständig oder weitestgehend ausfüllt.
Was ist der Unterschied zwischen LCL und FCL-Seefracht?
LCL steht für „Less than Container Load“, auf Deutsch: Container-Teilladung. LCL-Seefracht bezeichnet Seefrachtsendungen, deren Volumen zu gering ist, um einen kompletten Container zu füllen. Im Gegensatz zur FCL-Seefracht werden diese LCL-Sendungen nicht einzeln in einem Container transportiert, sondern zusammen mit den Waren anderer Auftraggeber in einem Sammelcontainer konsolidiert. LCL-Seefracht gilt als besonders wirtschaftliche Transportoption für kleinere, nicht zeitkritische Warensendungen.
Welche Vorteile hat die FCL-Seefracht?
Für grosse, nicht zeitkritische Warenmengen gelten FCL-Seefrachttransporte allgemein als die sicherste und wirtschaftlichste Transportmethode. Weitere Vorteile des FCL-Service sind:
- Zeitersparnis, da der Container ohne zusätzliche Stopps zum Be- oder Entladen vom Ausgangsort zum Zielort transportiert wird.
- Mehr Sicherheit, da der Container bei einer Komplettladung während des Transports verplombt und nicht für Konsolidierungen geöffnet wird.
- Geringeres Schadensrisiko, da zusätzliches Stauen und/oder Umpacken von Waren entfällt.
- Kein Risiko von Kontamination der Waren durch Waren anderer Auftraggeber.
- Maximale Transparenz über den gesamten Transport hinweg.
- Grösstmögliche Kontrolle über die Transportdauer („ship when you are ready“)
Aus diesen Gründen eignet sich FCL-Seefracht insbesondere für den Transport von Waren mit besonderen Anforderungen, z. B. empfindliche oder zerbrechliche Waren sowie temperatursensible Waren, die per Reefer Container transportiert werden.
Welche Besonderheiten gibt es beim FCL-Transport?
- Transportverantwortung: Die Verantwortung für die Waren ist bei Vollcontainerladungen aufgeteilt: Der Versender ist verantwortlich für das Beladen, das Transportunternehmen für den Versandweg und der Empfänger für das Entladen der Ware. Auch Zollprüfungen fallen in der Regel in die Verantwortung des Versenders bzw. des Empfängers.
- Containerversiegelung: Bei FCL-Transporten werden die Container nach dem Beladen verplombt und erst am Bestimmungsort durch den Empfänger geöffnet. Zoll-Zwischenprüfungen während des Transits sind daher nach internationalem Recht nicht zulässig – auch das kann die Transportdauer von FCL-Seefracht verringern.
- Einfache Abwicklung: Die Abwicklung von FCL-Transporten ist in der Regel schneller und unkomplizierter als zum Beispiel bei LCL-Transporten.
- Rechtliche Absicherung: Durch das Verplomben gelten Vollcontainertransporte als rechtlich besonders abgesichert, da Diebstähle oder nicht beabsichtigte Zuladungen einfacher verfolgbar sind.
- Pauschale Bepreisung: FCL-Seefrachttransporte werden pauschal pro Container berechnet, unabhängig davon, ob die Waren den Container komplett ausfüllen oder nicht.
Wann ist der Transport in einem Vollcontainer sinnvoll?
FCL-Transporte sind immer dann sinnvoll, wenn:
- die Warensendung gross genug ist, um einen kompletten Container zu füllen (20-ft-Vollcontainerladung ab Transportmengen von etwa 15 Kubikmeter)
- die Warensendung zuverlässig zu einem bestimmten Termin am Zielort ankommen soll
- besonders empfindliche oder zerbrechliche Waren transportiert werden sollen.
- temperatursensible Waren in speziellen Reefer Containern ohne Unterbrechung der Kühlkette befördert werden sollen.
- besonders wertvolle Produkte versendet werden, die während des Transports optimal abgesichert sein sollen.
Um zu ermitteln, ob ein FCL-Transport die sinnvollste Transportlösung für Sie ist, hilft es, die Versandanforderungen Ihrer Produkte mit Blick auf Transportkapazität, Transportzeit und Produktanforderungen zu betrachten. Falls Sie unsicher sind, sprechen Sie uns an – wir unterstützen Sie gern dabei, die für Sie geeignete Transportlösung zu finden.
Welche Kosten fallen bei FCL-Seefracht an?
Neben den allgemeinen Seefrachtraten können verschiedene weitere Komponenten in die Berechnung der Transportkosten für FCL-Seefracht mit einfliessen. So können Kosten anfallen für:
- Containerumfuhr von Versender zum Hafen (Vorlauf) bzw. vom Hafen zum Empfänger (Nachlauf)
- Containerbeladung und -entladung (als Value Added Service, falls der Versender/Empfänger dies nicht übernimmt)
- Terminalabfertigung für Ursprungs- und Zielhafen
- Seefrachtzuschläge (z. B. BAF, PSS, Kriegsrisiko etc.)
- Liegegeld (Storage und Demurrage), falls der Container innerhalb des Terminals über den freien Zeitraum hinaus genutzt wird
- eventuelle Entgelte für die verspätete Containerrückgabe bzw. für die verspätete Anlieferung außerhalb des Terminals oder Depots
- Kosten für Leerfahrten vom Containerdepot zur Packstation bzw. von der Packstation zum Containerdepot
- Kosten für die zolltechnische Abfertigung der Warensendung
Was ist die Gewichtsverifizierung nach SOLAS?
Die SOLAS-Richtlinie ist eine seit dem 01.Juli 2016 geltende internationale Richtlinie zur Bestimmung der Bruttomasse von Frachtcontainern. Im Rahmen des SOLAS-Übereinkommens (International Convention for the Safety of Life at Sea) hat die Internationale Schiffsorganisation (IMO) beschlossen, dass die Bruttogewichte von beladenen, für den Export bestimmten Containern nach einer zertifizierten Methode vor dem Verladen festgestellt und sowohl an das Containerterminal als auch an die Reederei übermittelt werden müssen. Mit der Gewichtszertifizierung nach SOLAS sollen Schiffsunfälle durch falsche Gewichtsangaben vermieden werden. Die Verantwortung für die Feststellung und Übermittlung der Bruttogewichte trägt der Carrier.