Häufig gestellte Fragen zum Thema Luftfrachtsicherheit
Was umfasst Luftfrachtsicherheit?
Luftfrachtsicherheit umfasst alle Massnahmen zum Schutz vor Angriffen auf die Sicherheit des Luftverkehrs. Dazu gehören unter anderem Verfahren zur Verhinderung von Sabotageakten, Manipulationen oder anderen sicherheitsrelevanten Vorfällen innerhalb der Lieferkette.
Was ist ein Bekannter Versender?
Ein Bekannter Versender ist eine behördlich zugelassene Stelle, die Luftfracht erstmals in die sichere Lieferkette einbringt. Die Betriebsverfahren müssen den geltenden Sicherheitsvorschriften entsprechen. Die Zulassung ermöglicht die Einbringung sicherer Luftfracht ohne den Einsatz von zusätzlichen Kontrollmethoden wie z. B. Röntgen innerhalb der sicheren Lieferkette, sofern alle regulatorischen Anforderungen erfüllt sind.
Welche Vorteile bietet ein Reglementierter Beauftragter?
Ein Reglementierter Beauftragter übernimmt zentrale Aufgaben innerhalb der sicheren Lieferkette. Dazu gehören dokumentierte Sicherheitsprozesse, kontrollierte Betriebsabläufe und die Einhaltung gesetzlicher Luftsicherheitsanforderungen. Für Unternehmen bedeutet dies mehr Sicherheit, Prozessstabilität und regulatorische Konformität.
Welche Kontrollmethoden sind für Luftfracht zugelassen?
Je nach Art der Sendung werden unterschiedliche Kontrollverfahren eingesetzt. Dazu gehören Röntgenkontrollen, Sprengstoffspurendetektoren (ETD), Sprengstoffspürhunde sowie visuelle und manuelle Kontrollen. Massgeblich ist dabei immer die für die jeweilige Frachtart am besten geeignete Methode.
Wie unterstützt DACHSER beim Aufbau sicherer Lieferketten?
DACHSER berät Unternehmen bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen, der Optimierung von Sicherheitsprozessen sowie bei Zertifizierungs- und Auditvorhaben. Dadurch lassen sich sichere und gesetzeskonforme Lieferketten nachhaltig etablieren.
Wann sind Sicherheitskontrollen für Luftfrachtsendungen erforderlich?
Sicherheitskontrollen sind erforderlich, wenn der Sicherheitsstatus einer Luftfrachtsendung nicht durch die sichere Lieferkette nachgewiesen werden kann oder gesetzliche Vorgaben eine Kontrolle verlangen. Ziel ist es sicherzustellen, dass von der Sendung keine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs ausgeht.
Welche Bedeutung haben RA3- und KC3-Zulassungen für internationale Lieferketten?
RA3 (Regulated Agent Third Country) und KC3 (Known Consignor Third Country) sind von der Europäischen Union anerkannte Sicherheitszulassungen für Unternehmen in Drittstaaten ausserhalb der EU. Sie dienen dazu, die Sicherheit von Luftfrachtsendungen sicherzustellen, die aus Nicht-EU-Ländern in die Europäische Union transportiert werden.
Ein KC3 ist ein Versender, der seine Luftfracht nach festgelegten Sicherheitsstandards vorbereitet und als sichere Fracht in die Lieferkette einbringt.
Ein RA3 übernimmt die Verantwortung für die weitere Sicherung, Kontrolle und Abwicklung der Sendungen vor dem Transport in die EU. Für international tätige Unternehmen und Logistikdienstleister bieten RA3- und KC3-Zulassungen wichtige Vorteile: Sie ermöglichen eine effizientere Abwicklung von Luftfrachtsendungen, reduzieren zusätzliche Sicherheitsprüfungen bei der Einfuhr in die EU und unterstützen die Einhaltung internationaler Luftsicherheitsanforderungen.