Spezialisierte Logistik für Life Science & Healthcare
Ob rezeptfreie Arzneimittel, hochsensible Impfstoffe oder aktive pharmazeutische Inhaltsstoffe – jede Produktgruppe stellt eigene Anforderungen an die Pharmalogistik. DACHSER entwickelt darauf abgestimmte Logistikkonzepte für die unterschiedlichen Segmente der Life Science- und Healthcare-Industrie.
Zertifizierte Qualität in der Pharmalogistik
IATA CEIV Pharma auf drei Kontinenten
Die Zertifizierung bestätigt definierte Qualitätsstandards für die Abwicklung pharmazeutischer Luftfrachtsendungen.
- Zertifizierte Standorte auf drei Kontinenten
- Definierte Qualitätsprozesse
- Regelmäßige unabhängige Audits
Good Distribution Practice (GDP)
GDP-konforme Prozesse an ausgewählten Standorten unterstützen den regelkonformen Transport und die Distribution von Arzneimitteln.
- 11 Standorte weltweit
- Zentral gesteuerte GDP-konforme Prozesse
- Gesicherte Qualität auch bei Subunternehmen
Häufige Fragen zur Pharmalogistik
Was ist Pharmalogistik?
Zur Pharmalogistik zählen alle logistischen Leistungen für den sicheren, regelkonformen Transport, die Lagerung und Distribution von pharmazeutischen und biotechnologischen Produkten. Dazu gehören Arzneimittel, Impfstoffe, Wirkstoffe (APIs) sowie Produkte der Life Science‑ und Healthcare‑Industrie, die häufig zeit‑ und temperatursensibel sind.
Ziel der Pharmalogistik ist es, die Qualität, Wirksamkeit und Integrität dieser Produkte entlang der gesamten Supply Chain – vom Hersteller bis zum Endmarkt – zuverlässig sicherzustellen.
Welche Vorschriften und Kriterien müssen in der Pharmalogistik beachtet werden?
Da Produktsicherheit und Patientenschutz in der Pharmalogistik an oberster Stelle liegen, folgt DACHSER strengen regulatorischen und qualitätsbezogenen Vorgaben:
- GDP‑Richtlinien (Good Distribution Practice): Vorgaben für die qualitätsgesicherte Handhabung, Lagerung und den Transport von Arzneimitteln.
- IATA CEIV-Pharma-Zertifizierung: International anerkannter Standard für Infrastruktur, Prozesse, Personalqualifikation und Handling pharmazeutischer Sendungen in der Luftfracht.
- Temperaturschutz: Pharmazeutische Produkte müssen je nach Produkt in definierten Temperaturbereichen transportiert werden.
- Qualitätsmanagement und Dokumentation: Standardisierte Abläufe, Dokumentation, geschultes Personal, Audits und CAPA-Prozesse unterstützen Qualität und Compliance.
- Subunternehmer‑Governance: Definierte Qualitätsanforderungen, Schnittstellenmanagement und regelmäßige Audits binden Partner in das gesamte Qualitätsmanagement ein.
Welche Verkehrsträger werden für den Transport von pharmazeutischen Produkten eingesetzt?
Um Sicherheit, Qualität und Regelkonformität entlang der gesamten Lieferkette zu gewährleisten, setzt DACHSER in der Pharmalogistik auf eine multimodale Transportstrategie. Je nach Produktanforderung kommen Luft-, See- und weitere spezialisierte Transportlösungen zum Einsatz:
- Luftfracht: für zeitkritische und besonders empfindliche pharmazeutische Produkte. CEIV‑Pharma‑zertifizierte Prozesse ermöglichen international regelkonforme Transporte mit aktiver oder passiver Temperaturführung.
- Seefracht: für weniger zeitkritische, aber dennoch temperatursensible Sendungen. Temperaturgeführte Reefer‑Container kommen insbesondere bei stabilen Produkten und planbaren Laufzeiten zum Einsatz.
- Landverkehr (LKW): für die regionale und europäische Distribution sowie die Anbindung an Luft- und Seefracht.
Was bedeutet CEIV Pharma in der Praxis?
CEIV Pharma ist ein IATA-Zertifizierungsstandard für pharmazeutische Luftfracht. Zertifizierte Standorte erfüllen definierte Anforderungen an Prozesse, Infrastruktur und Personal für die qualitätsgesicherte Abwicklung sensibler Pharmasendungen. DACHSER verfügt über entsprechend zertifizierte Standorte in Europa, Amerika und Asien.
Was umfasst ein GDP konformes Netzwerk?
Die Good Distribution Practice (GDP) definiert Anforderungen an die Lagerung, den Umschlag und Transport von Arzneimitteln. GDP-konforme Prozesse unterstützen dabei Qualität, Rückverfolgbarkeit und regelkonforme Abläufe entlang der Lieferkette.
DACHSER verfügt weltweit an ausgewählten Standorten über entsprechende Strukturen. Regelmäßige Audits und Rezertifizierungen tragen dazu bei, die Einhaltung der GDP-Anforderungen dauerhaft zu überprüfen.
Welche Temperaturbereiche deckt DACHSER ab?
DACHSER deckt alle gängigen Temperaturbereiche der Pharmalogistik ab – je nach Produktanforderung aktiv oder passiv temperiert. Dazu zählen Temperaturbereiche von unter –10 °C, +2 °C bis +8 °C, +15 °C bis +25 °C sowie +2 °C bis +25 °C. Die Auswahl der geeigneten Temperaturführung erfolgt produktspezifisch und risikobasiert, um die Qualität und Wirksamkeit sensibler Arzneimittel zuverlässig zu schützen.
Wie werden Subunternehmer qualitätsgesichert?
Die Subunternehmen in der Pharmalogistik bei DACHSER durchlaufen ein strenges Qualifizierungsverfahren und müssen klar definierte Qualitätsvorgaben erfüllen. Grundlage dafür sind verbindliche Service Level Agreements (SLAs), die eine messbare und zuverlässige Leistung sicherstellen, sowie SOP-gebundene Pharma-Prozesse, die für einheitliche und nachvollziehbare Abläufe sorgen. Ergänzt wird dies durch regelmäßige Audits unseres Qualitätsmanagements, die eine kontinuierliche Kontrolle gewährleisten. Das bedeutet, dass alle Partner dieselben hohen Anforderungen erfüllen wie DACHSER selbst und lückenlos in das GDP- und CEIV-konforme Gesamtsystem integriert sind.
Aktiv vs. passiv – wann kommt welche Temperaturführung zum Einsatz?
Welche Temperaturführung geeignet ist, hängt unter anderem von Produktanforderungen, Laufzeit und Transportrisiken ab. DACHSER berät kunden- und produktspezifisch zur effizientesten und sichersten Lösung für Ihre Supply Chain.
Aktive Temperaturführung: Kühlcontainer (z. B. RKN- oder RAP-Container) sowie Thermotrailer mit eigenem Kühlaggregat regeln die Temperatur während des Transports aktiv. Sie eignen sich insbesondere für sensible Pharmaprodukte, etwa in der Impfstofflogistik.
Passive Temperaturführung: Isolierte Verpackungssysteme mit Kühlmedien wie Gelpacks oder Trockeneis halten den erforderlichen Temperaturbereich ohne aktive Energiezufuhr. Validierte Routen und sorgfältig geplante Zeitfenster unterstützen dabei eine zuverlässige Temperaturführung während des Transports.