Vollcontainer- (FCL) oder Sammelverkehre (LCL) – für alle Güter die passende Lösung
Wir organisieren Ihre Seefrachttransporte in Sammelverkehren (LCL) oder Vollcontainerverkehren (FCL) über DACHSER Logistikzentren an den wichtigsten Häfen der Welt. Zu unseren Services zählen wöchentliche Abfahrten, die Abholung und Zustellung über das Netzwerk von DACHSER European Logistics sowie die Organisation von Zustellungen für weltweite Zieldestinationen. Darüber hinaus steht Ihnen unser flächendeckendes Warehouse-Netzwerk für die Lagerung Ihrer Waren mit zahlreichen Value Added Services zur Verfügung.
Unsere Seefrachtlösungen im Überblick
Unsere Leistungen im Bereich Seefracht
- Projektverladungen
- Umfassende logistische Lösungen einschließlich Zollabwicklung und Versicherung
- Organisation sämtlicher Vor- und Nachläufe Ihrer Seetransporte
- Buyer‘s & Seller‘s Consolidation mit Schwerpunkt auf Europa und APAC
- Flächendeckendes Warehouse-Netzwerk mit zahlreichen Value Added Services
- Vielfältige branchenspezifische Lösungen sowie Speziallösungen
- Erstellung individueller Logistikkonzepte für eine optimierte Steuerung der Supply Chain
- Kompetente Beratung zu Sicherheitsvorschriften, Verpackung, Equipment und Dokumentation
- Breit gefächertes Serviceportfolio
- Feste Kapazitätsvereinbarungen mit ausgewählten Reedereien
Prozessqualität für internationale Seefrachttransporte
DACHSER Netzwerksteuerung
Die Grundlage für die integrierten und hocheffizienten Supply Chain-Lösungen von DACHSER Air & Sea Logistics ist ein Netzwerk mit unternehmenseigenen Niederlassungen auf der ganzen Welt. Gesteuert wird dieses Netzwerk von einem globalen Seefracht Management Team, während ihre Sendungen von lokalen Experten abgewickelt wird. Diese Kombination aus globaler und lokaler Kompetenz ermöglicht es uns, Ihre Waren überall auf der Welt optimal zu konsolidieren und sie von dort aus effizient zu ihrem Bestimmungsort zu transportieren.
- Anbindung an strategisch wichtige Häfen in Amerika, Afrika, Asien und Europa
- Getaktete Frequenzen für Schiffstransporte
- Vielfältige Verlademöglichkeiten mit gesicherten Kapazitäten
- Effizientes Frachthandling
- Globales Netzwerk - Lokale Experten
Weltweit standardisierte Prozesse
DACHSER Global-Preferred-Carrier-Strategie
Ob Luftfracht, Seefracht oder der Transport auf Schiene und Strasse: Kern unseres Qualitätsversprechens ist es, jedem Kunden an jedem Punkt der Lieferkette eine optimale Logistikleistung zu bieten. Diesen Anspruch spiegelt die Global Preferred Carrier-Strategie von DACHSER Air & Sea Logistics wider. Im Rahmen dieser Strategie arbeiten wir ausschliesslich mit Reedereien und LCL-Partnern (NVOCCs) zusammen, die unsere Unternehmenswerte und unsere hohen Ansprüche an Qualität und Effizienz teilen. Unsere Standards umfassen dabei unter anderem:
- Feste Zusage von gesicherten Volumina und Kapazitäten seitens des Carriers
- Klares Qualitätsmanagement
- Hohe Prozesssicherheit und Zuverlässigkeit
- Gesicherte Frequenzen durch hohen Flottenbestand und finanzielle Stabilität
- Carrier-Auswahl anhand fest definierter Kriterien
- Für unsere Kunden bedeuten die langfristigen Partnerschaften mit international etablierten Reedereien vor allem ein hohes Mass an Zuverlässigkeit und Servicequalität bei ihren internationalen Seefrachttransporten.
Incoterms
Das beigefügte PDF gibt Ihnen (ohne rechtliche Gewähr) einen Überblick über die Incoterms 2020, um Sie bei der täglichen Arbeit zu unterstützen.
Häufige Fragen zu Seefrachttransporten und Seefrachtlogistik
Was bedeutet FCL und LCL?
Full Container Load (FCL) und Less Than Container Load (LCL) bezeichnet die zwei Möglichkeiten, Seefracht in einem Container zu transportieren.
- FCL entspricht einem Vollcontainer von 20 oder 40 Fuß. Diese Option bedeutet, dass ein Container ausschliesslich für Ihre Seefrachtsendung bereitgestellt wird. FCL wird üblicherweise für besonders grosse Frachtmengen oder für empfindliche Fracht verwendet.
- LCL ist ein Sammelcontainer, in dem nicht nur Ihre, sondern auch die Güter anderer Kunden transportiert werden. Durch das „Teilen“ des Containers werden verfügbare Kapazitäten besser genutzt. Bei kleineren Frachtmengen ist LCL zudem häufig wirtschaftlicher als die Nutzung eines eigenen Containers.
Welche Incoterms gibt es für Seefracht?
Es gibt vier spezielle Incoterms, die ausschliesslich bei Seefrachttransporten zur Anwendung kommen:
- FAS (Free Alongside Ship): Der Verkäufer ist verantwortlich für die Lieferung der Ware ab Werk bis neben das Schiff. Die Kosten und die Versicherung für das Verladen, den Transport und das Entladen der Ware übernimmt der Käufer.
- FOB (Free On Board): Der Verkäufer ist verantwortlich für die Lieferung der Ware ab Werk bis zur Verladung auf das Schiff. Sobald die Ware verladen wurde, übernimmt der Käufer die Kosten für Transport und Versicherung.
- CFR (Cost and Freight): Der Verkäufer übernimmt die Kosten für den Transport der Ware ab Werk bis zum Bestimmungshafen.
- CIF (Cost, Insurance and Freight): Der Verkäufer übernimmt die Kosten für Transport und Versicherung der Ware ab Werk bis zum Bestimmungshafen.
Folgende Incoterms gelten übergreifend für alle Transportarten und kommen teilweise auch bei LCL-Transporten (CPT, CIP, CFR, CIF) zum Einsatz:
- EXW (Ex Works): Der Verkäufer stellt die Ware an seinem Standort (z. B. Lager oder Werk) zur Verfügung, ab dem der Käufer alle Kosten und Risiken trägt, einschliesslich Transport, Zollabfertigung und Versicherung.
- FCA (Free Carrier): Der Verkäufer stellt die Ware an dem vereinbarten Ort zur Verfügung und ist für die Export-Zollanmeldung verantwortlich. Die Kosten und die Versicherung für das Verladen, den Transport und das Entladen der Ware übernimmt der Käufer.
- DAP (Delivered at Place): Der Verkäufer übernimmt die Kosten für den Transport der Ware ab Werk bis zum benannten Zielort.
- DDP (Delivered Duty Paid): Der Verkäufer übernimmt die Kosten für den Transport der Ware ab Werk bis zum benannten Zielort sowie die Einfuhrabwicklung inklusive Abgaben.
- CPT (Carriage Paid To): Der Verkäufer übernimmt die Kosten für den Transport der Ware bis zum vereinbarten Bestimmungsort. Das Risiko geht auf den Käufer über, sobald die Ware an den ersten Transporteur übergeben wurde. Der Verkäufer ist nicht verpflichtet, eine Versicherung abzuschliessen.
- CIP (Carriage and Insurance Paid To): Der Verkäufer übernimmt die Kosten für den Transport und die Versicherung der Ware bis zum vereinbarten Bestimmungsort. Das Risiko geht auf den Käufer über, sobald die Ware an den ersten Transporteur übergeben wurde.
- DPU (Delivered at Place Unloaded): Der Verkäufer trägt die Kosten und Risiken für den Transport der Ware bis zum vereinbarten Bestimmungsort und entlädt sie dort. Der Käufer übernimmt das Risiko und die Kosten ab dem Moment der Entladung.
Welche Vorteile hat der Seefrachttransport?
Der Transport grosser Güter oder Warenmengen über weite Strecken wäre ohne Seefracht mitunter gar nicht möglich. Aber auch für viele andere Waren und Transportgüter bietet der Transport per Seefracht eine Reihe von Vorteilen:
- Preiswert: Seefracht ist günstiger als Luftfracht und Schienenfracht, insbesondere bei grossen Warenmengen.
- Flexibel: Nahezu alle Arten von Gütern lassen sich per Seefracht transportieren – von sehr grossen und schweren Waren über Schüttgut bis hin zu Gefahrengut oder empfindlichen Waren.
- Sicher: Seefracht ist – gemessen an den Versicherungsleistungen für beschädigte Ware – die sicherste Transportform für internationale Transporte.
- CO2-Bilanz: Im Verhältnis zum transportierten Gewicht sind die CO2-Emissionen von Seefrachttransporten deutlich geringer als bei Luftfrachttransporten
Wie wird Seefracht versendet?
Je nach Art und Menge der zu versendenden Güter können Sie zwischen den Frachtarten Schütt-/Massengut und Boxenfracht (Container) wählen. Bei Containertransporten haben Sie zudem die Wahl zwischen einem Vollcontainer (FCL) oder einen Sammelcontainer (LCL).
Wie muss Seefracht verpackt werden?
Als Versender sind Sie verpflichtet, Ihre Seefrachtsendungen sicher zu verpacken, sodass die Güter auf dem Transportweg nicht durch Stösse, Vibrationen, Temperaturschwankungen und andere äussere Einflüsse beschädigt werden. Containerfracht wird in der Regel auf Holz- oder Kunststoffpaletten oder in Sperrholzkisten verpackt. Die Verpackungen müssen ausreichend stabil sein, da sie im Container häufig aufeinandergestapelt werden. Für temperaturempfindliche Waren gibt es zudem temperaturkontrollierte Boxen sowie Kühlcontainer.
Wie wird Seefracht berechnet?
LCL-Seefracht wird auf Grundlage ihrer Abmessungen (in Kubikmeter/m³) und ihres Gewichts (in Tonnen/to) berechnet. In den Seefrachtraten der Transportunternehmen wird dies jeweils als M/G (Mass/Gewicht) oder als W/M (Weight/Measurement) ausgewiesen.
Für die Berechnung der Seefrachtrate wird jeweils die grössere der beiden Einheiten herangezogen: Ist eine Sendung sehr sperrig, hat aber ein geringes Gewicht, wird die Frachtrate anhand der Masse berechnet. Ist eine Sendung kompakt, aber schwer, beispielsweise bei einem Auto, erfolgt die Berechnung anhand des Gewichts.
Bei FCL-Seefracht wird der Preis entweder per TEU (=Twenty-foot Equivalent Unit;1x40ft Container = 2 TEU) oder per Container angegeben.
Welche Paletten sind für Seefracht geeignet?
Europaletten für den Transport per LKW sind für Containertransporte nicht optimal geeignet, da die Innenmasse der Container nicht den Innenmassen europäischer LKW entsprechen. Daher sollten Waren für Seefrachttransporte auf spezielle Containerpaletten gepackt werden. Mit den Paletten in den Grössen 1140 x 1140 mm und 760 x 1140 mm lässt sich der vorhandene Platz im Container optimal ausnutzen. Entsprechend den Anforderungen sind Containerpaletten aus Holz, Pressspan oder Kunststoff erhältlich, wobei die letzten beiden stapelbar sind. Eine Verladung von Europaletten ist aber durchaus möglich, auch wenn hiermit ein Platzverlust einhergeht. Holzpaletten müssen aus behandeltem Holz bestehen.
Welche Seefrachtcontainer gibt es?
Der weitaus grösste Teil der Seefrachtsendungen wird in sogenannten Standardcontainern versendet, auch Dry Container genannt. Die Standardcontainer sind in drei Größen erhältlich:
- 20 Fuss: Innenmasse 5,6 m x 2,35 m x 2,39 m
- 40 Fuss: Innenmasse 12,03 m x 2,35 m x 2,39 m
- 45 Fuss: High-Cube: Innenmasse 13,55 m x 2,35 m x 2,70 m
Zudem gibt es eine Reihe von Containern für besondere Anforderungen:
- Open Top-Container sind nach oben hin offen und werden mit einer Plane verschlossen. So können die Container von oben befüllt werden, z. B. mit sehr langer oder sperriger Fracht.
- Flat Rack-Container sind oben und an den Längsseiten offen und werden z. B. für den Transport schwerer Industriebauteile oder Maschinen genutzt.
- Plattform-Container bestehen nur aus einer Stahl- oder Aluminium-Plattform in Standardabmessungen für Güter, deren Abmessungen nicht in andere Container passen.
- Kühlcontainer in 20 und 40 Fuss sind mit einer eigenen Kühleinheit ausgestattet und werden für den Transport von frischen Lebensmitteln, Blumen und anderer temperaturempfindliche Fracht eingesetzt.
- High Cube-Container haben zusätzlich ca. 30 cm Innenraumhöhe für sperrige Güter.
Welche Dokumente sind für Seefrachttransporte erforderlich?
Frachtdokumente:
Welche Dokumente Sie im Detail benötigen, hängt von der Art der verschifften Fracht ab. Für alle Seefrachtsendungen
benötigen Sie folgende Frachtdokumente:
- Handelsrechnung: wird vom Käufer an den Verkäufer ausgestellt und ist Voraussetzung für die Zollabfertigung
- Packliste: enthält eine detaillierte Übersicht der Frachtgüter und der für die Fracht verwendeten Nummern
- Zollerklärung: Export- oder Import-Zollerklärung, wird auf Basis der Handelsrechnung und der Packliste erstellt
- Bill of Loading (B/L): Nachweis des Beförderungsvertrags und Beleg für den Besitzanspruch der Fracht (Warenwertpapier).
- Sea Waybill: Genau wie das Bill of Loading ist auch das Sea Waybill ein Seefrachtbrief. Allerdings ohne die Funktion eines Warenwertpapieres. Daher ist ein Sea Waybill für Akkreditivgeschäfte ungeeignet
Zusätzlich können Ursprungszeugnisse, Produktionszertifikate oder zum Beispiel Pflanzengesundheitszeugnisse für Ihre Fracht erforderlich sein.