Die chemische Industrie ist für die technologische Souveränität Europas von zentraler Bedeutung. Fast alle Wirtschaftszweige hängen direkt oder indirekt von der chemischen Industrie und ihren Produkten, Prozessen und Verfahren ab, da sie am Anfang vieler Wertschöpfungsketten steht. Mit anderen Worten: Zukunftssicherung der chemischen Industrie ist auch Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandorts.
Logistik und Klimaschutz im Zusammenspiel
Um die Branche so aufzustellen, dass sie gemäss dem Green Deal der EU bis zum Jahr 2050 das Ziel von Netto-Null-Emissionen erreicht, müssen grosse Anstrengungen unternommen werden.
Fast alle Wirtschaftszweige hängen direkt oder indirekt von der chemischen Industrie und ihren Produkten, Prozessen und Verfahren ab, da sie am Anfang vieler Wertschöpfungsketten steht. Mit anderen Worten: Zukunftssicherung der chemischen Industrie ist auch Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandorts.
Ganz oben auf der Agenda stehen die Umstellung auf „grüne“ Energieträger, der vermehrte Einsatz erneuerbarer Rohstoffe und eine bessere Kreislaufführung der Produkte. Mitentscheidend ist auch eine nachhaltige Gestaltung der vor- und nachgelagerten Prozesse, also insbesondere auch der Logistik.
Auf vier Handlungsfeldern zu nachhaltiger Entwicklung
Massgeblich für Fortschritte in der Nachhaltigkeit sind für Logistikdienstleister vier Handlungsfelder: Prozesseffizienz, Energieeffizienz, Forschung und Innovation sowie das soziale Engagement über das Unternehmen hinaus.
Aus Kunden- wie auch aus Dienstleisterperspektive ist ein bedeutender Stellhebel zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen die kontinuierlich verbesserte Effizienz der Logistikprozesse, etwa durch Künstliche Intelligenz oder Internet-of-Things-Anwendungen. Weitere wirksame Instrumente für eine optimierte Prozesseffizienz sind eine möglichst hohe Lkw-Auslastung, zum Beispiel durch Einsatz von Megatrailern und Lang-Lkw, die gezielte Vermeidung von Leerkilometern sowie die bewusste Nutzung multimodaler Transporte im Kombiverkehr.
Wo immer möglich, muss Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien den Vorrang haben. So werden zum Beispiel bei Dachser weltweit alle Logistikanlagen mit 100 Prozent Grünstrom betrieben. Gleichzeitig forciert das Unternehmen die Investition in PV-Anlagen auf den eigenen Gebäuden. LED-Beleuchtung, batteriebetriebene Flurförderzeuge und geringer Energieverbrauch durch Wärmerückgewinnung zahlen ebenfalls auf die Effizienzziele ein. In genau definierten Innenstadtgebieten gelingt es bereits, standardmässig alle ungekühlten Sendungen per Elektro-Lkw sowie Lastenrädern emissionsfrei zuzustellen. Bis Ende 2025 wird Dachser dieses Konzept in 24 europäischen Grossstädten umgesetzt haben.
Im dritten Handlungsfeld „Forschung & Innovation“ steht die Vorbereitung auf eine emissionsfreie Logistik der Zukunft im Fokus. An drei E-Mobility-Standorten in Deutschland werden gezielt emissionsfreie Fahrzeuge im Nah- und Fernverkehr sowie Ladeinfrastrukturen erprobt. Auch Digitalisierung und KI-unterstützte Prozessoptimierung spielen eine wichtige Rolle, denn Effizienz spart auch Emissionen. Dazu wurde unter anderem mit dem Fraunhofer-Institut IML das Dachser Enterprise Lab ins Leben gerufen. Hier dreht sich alles um Innovationen, die den Warenfluss und die dazu gehörenden Prozesse digitaler, effizienter und nachhaltiger gestalten.
Schliesslich spielen auch soziale Aktivitäten jenseits der geschäftlichen und geographischen Einflusssphären des Unternehmens eine Rolle bei der nachhaltigen Aufstellung eines Unternehmens. In diesem vierten Handlungsfeld konzentrieren wir uns auf die Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfswerk terre des hommes. Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen spielt in den Projekten eine grosse Rolle. Das ist – über die konkrete Hilfe für Kinder hinaus – besonders wichtig in Entwicklungs- und Schwellenländern, die stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.
Ihr Ansprechpartner
Sandra Pereira Leal