Marktinformation

Brexit - Update

Neue Herausforderungen bei Ursprungsberechnungen.

Das am 1. Januar 2021 in Kraft getretene Handelsabkommen zwischen der Schweiz und Grossbritannien (GB) ist nicht vollständig mit dem kürzlich ausgehandelten Abkommen zwischen der EU und GB kompatibel. Darauf weist ein Zirkular der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) vom 28. Dezember 2020 hin.

Beim Geltend machen von präferenziellem Ursprung müssen Schweizer Ausführer bei Exporten nach GB seit dem 1. Januar 2021 folgendes beachten:

  • Bei der Herstellung von Waren in der Schweiz gelten Vormaterialien aus der EU (auch wenn diese zollfrei importiert wurden) als drittländisch. Diese dürfen bei der Ursprungsberechnung bei Exporten nach GB nicht mehr als Ursprungsware betrachtet werden.
  • Sofern Schweizer Ausführer Handelsware aus der EU als präferenzbegünstigt beziehen und diese nach GB weiterversenden, können sie dazu keine Ursprungserklärung oder Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 ausstellen. Der Empfänger in GB muss beim Import eine Zollabgabe entrichten.

Weitere Details enthält das folgende Zirkular der EZV: 
EZV - Handelsabkommen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich tritt am 1.1.2021 in Kraft; Aktualisierung 

Herr Mario Caccivio, Zollbeauftragter von Dachser European Logistics Schweiz, gibt Auskunft unter Tel.: +41 (0)61 315 12 16.

DACHSER unterhält ein funktionierendes und sicheres Logistik-Netzwerk für Transporte von und nach Grossbritannien.

Ansprechpartner Grazia Rubichi